UNHEIMLICH STILL

Innehalten im kontinuierlichen Schreiten – seltsame Lücken im Bildraum des Alltags scheinen auf. Momente des Unheimlichen sind dort zu finden, wo Grenzen entstehen – zwischen Abgesichertem und fest Umrissenem sowie Unbestimmtheit und existenzieller Unsicherheit.

 

Veränderungen von Licht bewirken vielfältige, nicht allein visuelle, Verschiebungen. Die Erscheinung eines vormals anheimelnden, fest in uns konnotierten Platzes kann umschlagen. Unser scheinbar so bekanntes »herum« stellt sich anders auf, als es unsere Gewohnheiten zuzulassen bereit sind.

 

Sichtbares verwischt und das eindeutig Aktualisierbare, klar Zuweisbares wird zum nicht mehr eindeutig Bestimmbaren. Die Erzählungen der Dinge verstummen.

 

Ein Fragezeichen bleibt und alleinig stille Staffagen stehen diesem voran.

 

 

Heiko Krause

Photographische Skizzen aus dem Arbeitsprojekt seit Sommer 2012.